Der Super Mario Galaxy Film - Kinostart: 01.04.2026

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„Der Super Mario Bros. Film” war ein extrem mittelmäßiger Film, der vor einigen ...
 
... Jahren extrem viel Geld eingespielt hat. Natürlich gibt es jetzt eine Fortsetzung …
 
Deine erste Prinzessinnen-Entführung!
 
Einige Zeit nach ihrem ersten Abenteuer in der Welt der Pilze und Monsterschildkröten feiern die Brüder Mario und Luigi mit Prinzessin Peach und ihren Untertanen den Geburtstag der Prinzessin und … ach, pfeif drauf! Niemand interessiert sich für die Handlung dieses Films. Absolut niemand. Die vielen Millionen Eltern, die diesen Film mit ihren Kindern sehen werden, interessieren sich nicht die Bohne für die Handlung dieses Films. Die Produzenten des Films, der Regisseur, … wirklich niemand interessiert sich für die Handlung dieses Films. Matthew Fogel der Autor solcher unsterblicher Klassiker wie „Big Mama’s House 3“ und „The LEGO Movie 2“ hat das Drehbuch zu „Der Super Mario Galaxy Film“ geschrieben und selbst er hat sich offensichtlich kein bisschen für das interessiert, was er da zusammengeschrieben hat, um verschiedene Actionsequenzen, die an verschiedene Spiele aus dem Hause Nintendo erinnern sollen, miteinander zu verbinden.
 
Die unnötig komplizierte und trotzdem langweilige Handlung wäre bei einem Film wie diesem auch irgendwie tolerabel gewesen, hätte der Autor sich wenigstens ein paar witzige Gags einfallen lassen. Aber selbst dafür konnte Matthew Fogel irgendwie kein Interesse aufbringen. Klar, für Fans der Spiele werden die vielen Momente des Wiedererkennens so etwas wie Unterhaltung bieten. Und Kinder im Grundschulalter mögen sich über die Verwandlung einzelner Figuren in Babys, hysterische Pilze und die von Yoshi gelegten Eier amüsieren. Aber davon abgesehen hält sich der Unterhaltungswert für den größten Teil des Publikums in Grenzen.
 
Wir müssen von diesem Planeten runter und Peach finden!
 
Aber man kann Verantwortung für den geringen Unterhaltungswert für Filmfans, deren Alter in Jahren nicht mehr einstellig ist, nicht allein beim Drehbuchautor suchen. Die beiden Regisseure, Aaron Horvath und Michael Jelenic, haben zwar bereits den ersten Teil extrem mittelmäßig inszeniert. Weil Teil Eins aber mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt hat (zweiterfolgreichster Film 2023, nach „Barbie“ und weit vor „Oppenheimer“ auf Platz 3 und noch viel weiter vor „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ auf Platz 4) durften die beiden Regietalente nun auch Teil Zwei noch ein bisschen schwächer und langweiliger inszenieren als den Vorgänger.
 
Die wenigen Gags funktionieren nicht, die vielen Actionszenen reißen niemanden vom Hocker und ganz allgemein wird der Film nie so etwas ähnliches wie spannend, aufregend, witzig oder auf irgendeine andere Art unterhaltsam. Vor einigen Monaten durfte ich „Gabby’s Dollhouse: Der Film“ rezensieren, einen Film der wenigstens den Anstand hatte, komplett bescheuert zu sein. Das einzige, das mir zu „Der Super Mario Galaxy Film” einfällt, ist, dass er sehr bunt ist. Das trifft aber auch auf Gemälde von Paul Klee zu, oder auf die meisten Hauswände in Berlin Kreuzberg und auch das Erbrochene von Schulkindern, die zu viele Jelly Beans gegessen haben. Und dazu muss man sagen, dass selbst Bilder von Paul Klee und Häuser in Kreuzberg immer noch billiger sind als dieser Film, dessen Budget sicher wieder um die 100 Millionen Dollar betragen haben wird.
 
Man fragt sich, wozu der ganze Aufwand gut gewesen sein soll? Ja, die 3D-Animation ist wieder von sehr guter Qualität. Nicht von hervorragender Qualität, wie bei Disney und Pixar mittlerweile längst üblich, aber von sehr guter Qualität, wie auch bei den anderen Produktionen aus dem Hause Illumination Entertainment („Ich – Einfach unverbesserlich“, „Pets“, „Sing“ usw.).
 
Und in der englischen Originalversion hört man die Stimmen von Stars wie Chris Pratt, Anya Taylor-Joy, Jack Black, Brie Larson und noch vielen mehr. In der deutschen Version machen professionelle Synchronsprecher einen verlässlich guten Job. Aber nicht nur weil das Synchrondrehbuch von jemandem mit mangelhaften Kenntnissen der englischen und/oder deutschen Sprache verfasst wurde, rate ich zur Originalfassung (Kleiner Hinweis: Das deutsche Wort für „bedtime“ lautet „Schlafenszeit“ und nicht „Bettzeit“).
 
Aber egal ob auf Deutsch oder Englisch, an „Der Super Mario Galaxy Film“ ist leider rein gar nichts irgendwie besonders oder witzig oder aufregend oder auch nur halbwegs interessant. Und das ist ein Jammer. Das Kino steckt in seiner schlimmsten Krise seit „Der begossene Gärtner“ der Brüder Lumière. Wenn sich die Besucherzahlen so weiter entwickeln, werden für den Film, für den Timothée Chalamet in ein paar Jahren seinen ersten Oscar bekommt, weniger Karten verkauft werden als für eine durchschnittliche Ballett- oder Opernaufführung. Wenn Kinder zu Erwachsenen heranwachsen sollen, für die Kino etwas Besonderes ist, dann braucht es dafür bitteschön sehr viel bessere Filme als „Der Super Mario Galaxy Film“.
 
 
Fazit
 
Vielleicht damit Teil Zwei noch viel mehr Geld einspielt, als Teil Eins, hat man die Fortsetzung noch viel mittelmäßiger gestaltet. Natürlich wird auch dieser Film dem Studio wieder Geld einbringen. Aber ob er Kinder zu eifrigen Kinofans machen kann, darf bezweifelt werden.
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor:in: Walter Hummer
  • Regie: Aaron Horvath
  • Drehbuch: Matthew Fogel
  • Besetzung: Chris Pratt, Anya Taylor-Joy