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Angry Birds 2 - Kinostart: 19.09.2019

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Schon beim ersten Film vor drei Jahren hätte man erwartet, ...
 
... dass er einfach nicht funktionieren kann, weil das „Angry Birds“-Spiel eben nicht besonders viel narrativen Hintergrund hat. Es war entsprechend zu erwarten, dass der Film unterste Schublade sein würde. Aber – o Überraschung – der erste Teil war richtig gut. Das befand auch das Publikum weltweit, weswegen Sony sich gleich daran machte, ein Sequel zu produzieren. Eines, bei dem man wieder hätte meinen können, dass das nicht hinhaut, weil keine Geschichte mehr vorhanden ist. Aber auch ANGRY BIRDS 2 – DER FILM ist sehr unterhaltsam geworden.
 
Neue Verbündete, neue Feinde
 
Die Vögel sind auf der Vogelinsel, die grünen Schweine auf der Schweineinsel. Beide spielen sich einen Streich nach dem anderen, die auf der Vogelinsel von Red und seinen Kumpels Chuck und Bombe verhindert oder zumindest gerächt werden. Für Red ist das toll. Er, der ewige Griesgram und Außenseiter, wurde zum Helden seines Volkes und möchte diesen Status gerne erhalten. Da kommt es ihm gar nicht Recht, dass die Schweine einen Waffenstillstand vorschlagen. Denn es gibt noch eine dritte Insel, deren Herrscherin es sich in den Kopf gesetzt hat, die Vögel und die Schweine auszulöschen. Denn nur dann kann sie mit ihren Adlern von ihrer bitterkalten Insel verschwinden und endlich tropische Cocktails am warmen Strand schlürfen.
 
Um das zu verhindern, wird ein Team aus Vögeln und Schweinen zusammengestellt. Red, Chuck, Bombe, Mächtiger Adler und Chucks superkluge Schwester Silver auf der einen, die Schweine Leonard, seine Assistentin Courtney und der Technik-Nerd Garry auf der anderen Seite. Sie begeben sich auf eine Mission: Impossible, um ihrer beider Völker zu retten.
 
Abstruser als der erste Teil
 
Man mag es kaum glauben, aber es ist gelungen, für den zweiten Teil eine Geschichte zu entwickeln, die noch irrer ist als die des Originalfilms. Das liegt zum einen daran, dass hier MISSION: IMPOSSIBLE persifliert wird, zum anderen aber auch daran, dass die Angry Birds in einer Welt leben, in der nichts logisch aufeinander aufbauen muss. Da ist es dann auch normal, dass die grünen Schweine moderne U-Boote und irre Gadgets haben, auf die James Bonds Q wohl kaum stolz wäre. Oder dass die Schurkin mit einer Superwaffe angreift, die jedem James-Bond-Schurken ein Lächeln ins Gesicht zaubern würde. Und dass es am Ende ein Happyend gibt, bei dem wirklich alle glücklich sind, ist dann auch selbstverständlich.
 
 
Bis auf die Toten natürlich. Ja, richtig gelesen. Die Toten. Die Schurkin greift mit gigantischen Eiskugeln an, die mit Lava gefüllt sind. Die sorgen für Verheerung und Untergang. So hat man bei den Vögeln einen Pantomimen, der direkt von der Kugel und der Lava getroffen wird. Aber die imaginäre Tür, mit der er arbeitet, rettet ihn – bis die zweite Lavakugel kommt. Man sieht ihn später auch nicht wieder. Er ist vergessen. Aber wer weiß, vielleicht stirbt man im Land der Vögel und der grünen Schweine ja nicht. Es ist auf jeden Fall so bemerkenswert wie kurios, dass die Macher eine solche Szene am Studio vorbeibekommen haben.
 
 
Tolle Musik
 
Der Film zitiert reichlich Action- und Agentenstoffe, vor allem punktet er aber mit seinen musikalischen Reverenzen. Der Soundtrack ist proppenvoll mit Hits der 1980er und 1990er, die bisweilen zweckentfremdet werden, vor allem aber genutzt werden, um beim Publikum ein ganz bestimmtes Gefühl heraufzubeschwören. Das funktioniert auch hervorragend, wenn man bei Paula Coles DAWSON’S CREEK-Hymne „I don’t wanna wait“ an High-School-Momente denkt oder Survivors „Eye of the Tiger“ an die schönen ROCKY-Montagen erinnert.
 
 
Fazit
 
ANGRY BIRDS 2 – DER FILM ist ein rundum gelungener Spaß, der die ohnehin schon abstruse Ausgangslage noch schräger werden lässt. Damit ist nun wirklich alles möglich, so dass bei einem nächsten Film einfach eine vierte Insel in der Nähe hervorgezaubert werden kann. Sehr witzig sind neben der Haupthandlung auch die Szenen mit den drei Küken, die allerhand Abenteuer erleben, um drei Eier zu retten.
 
 
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor/in: Peter Osteried
  • Regisseur: Thurop van Orman
  • Drehbuch: Eyal Podell
  • Besetzung: Anke Engelke, Axel Stein