Die Sehnsucht nach unserer unbeschwerten Jugendzeit schlummert ...
... in uns allen! Grund genug für die Pixar Animationsstudios diesmal ein Coming-Of-Age – Abenteuer zu verfilmen, bei dem zwei Jungs im Mittelpunkt stehen, die nicht nur die Welt erobern, sondern auch ihre Träume verwirklichen möchten. Aber ist dieser Film auch sehenswert?
Handlungsschauplatz ist dabei das wunderhübsche Küstenörtchen Portorosso an der Italienischen Riviera. Hier erlebt der 13jährige Junge Luca zusammen mit seinem besten Freund Alberto den Sommer seines Lebens.
Doch über all dem Spaß liegt ein tiefes Geheimnis: Die beiden sind nämlich eigentlich Seemonster aus einer anderen Welt, die tief unterhalb der Wasseroberfläche liegt...
Eine Hommage an unsere Jugend
„Dieser Film ist über die Freundschaften, die uns verändern“, sagt Regisseur Enrico Casarosa. „Er ist eine Liebeserklärung an die Sommer unserer Jugend. An die prägenden Jahre, in denen du dich selbst findest.“ Ein Gefühl, dass wohl kein anderer als er in einem Pixar – Film transportieren kann. Denn der Filmemacher hat dies nicht nur bereits bei Arlo & Spot aus dem Jahr 2015 bewiesen, sondern ist davor für sein Erstlingswerk La Luna (Kurzfilm/2011) auch für den Oscar nominiert worden.
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Als die Welt noch in Ordnung war …
In farbenfrohen, hellen Bildern wird uns in Luca also noch einmal die Leichtigkeit unserer eigenen Jugend vor Augen geführt. Und da wir alle mittlerweile einige Lockdowns hinter uns haben, funktioniert das am besten an einem Ort, welche diese Sehnsucht am besten unterstreicht. Da war es nur naheliegend, dass sich der Handlungsschauplatz aufgrund der Herkunft des Regisseurs in Italien befindet.
Die Kulisse des italienischen Städtchens am Meer wurde dafür in einem atemberaubenden, malerischen Stil geschaffen, nach den Kindheitserinnerungen von Casarosa. „Ich hatte das Glück, in Genua aufzuwachsen, einer Hafenstadt an der Italienischen Riviera“, erzählt der Filmemacher in einem Interview.
Und an so einem malerischen Ort können auch die beiden Hauptcharaktere ihrem natürlichen Entdeckungsdrang am besten ausleben. Denn in der unberührten Natur und der kleinen Küstenstadt gibt es so einiges zu entdecken. Angefangen von Eis, Pasta bis hin zu den endlosen Rollerfahrten mit einer selbstgebauten Vespa. Besonders hervorzuheben ist dabei wieder in typischer Pixar-Manier die Liebe zu den Details. Das fängt an bei den Landschaften, den Charakteren bis zu den kulinarischen Leckereien, die gleichzeitig die Sehnsucht auf Land und Leute beim Zuschauer wecken. Aber auch die typisch italienischen Tugenden haben ihren Weg in den Film gefunden.
Ein ganz besonderer Brüller ist im Film übrigens die Katze mit Schnurrbart. Eine Figur, die hoffentlich schon bald in einem eigenen Film brillieren darf.
Kindgerechte Umsetzung und Ohrwürmer
Und weil der Film vor allem Kinder ansprechen soll, wurde natürlich darauf geachtet, dass es so gut wie keine Aufreger gibt. Die Seemonster sind nicht wirklich furchterregend und bei scheinbar gefährlichen Situationen, wie zb. den rasanten Talfahrten auf einer Vespa, wurde darauf geachtet, den Spannungsbogen möglichst flach zu halten.
Wirklich verletzt wird im Film auch niemand. Die komplette Story ist durchwegs positiv gehalten. Dabei darf man sich auch auf einige italienische Songs der Brüder Giovanni und Stefano Zarrella freuen. Aber nicht nur als reiner Soundtrack, sondern an einigen Stellen im Film sogar visuell ausgeschmückt durch lollipopfarbene Sequenzen.
Außerdem durften die Beiden den Charakteren Ercole und Ciccio ihre Stimmen leihen. Etwas das sie mit Bravour gemeistert haben. Was man bei LUCA allerdings nicht machen sollte, sind Vergleiche mit Pixar-Filmen wie Vaiana oder Soul. Der Film spielt ganz klar in der Liga der seichten Familienunterhaltung mit kindlichem Schwerpunkt, so wie zb. bei Arlo & Spot aus dem Jahr 2015.
Fazit
Mit Luca ist Enrico Casarosa gemeinsam mit den Pixar Animationsstudios ein rundum sorglos Abenteuer für die ganze Familie gelungen. Mit einer Story, die Kinder zum Träumen bringt und Erwachsenen noch einmal das Leuchten ihrer unbeschwerten Jugend in die Augen zaubert.
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