Über ein Jahrzehnt hinweg hat Michael Bay über die Geschicke der TRANSFORMERS ...
... bestimmt, im Jahr 2018 gab es mit BUMBLEBEE dann einen Film aus anderer Hand, der zeitlich in den 1980er Jahren angesiedelt ist. Auch mit dem neuesten Film TRANSFORMERS: AUFSTIEG DER BESTIEN will man nicht unbedingt an die fünf Filme von Bay anschließen, sondern verlagert das Geschehen lieber ins Jahr 1994.
Wieder mal die Welt retten
Vor Jahrtausenden sucht der Welten verschlingende Unicron die Heimat der Maximals heim, die den Transwarp-Schlüssel vor ihm verstecken. Damit könnte er durch Raum und Zeit reisen und keine Welt wäre mehr vor ihm sicher. Doch einige Maximals können mit dem Schlüssel fliehen, wodurch Unicron gestrandet ist. Er schickt seinen unbesiegbaren Handlanger Scourge los, um sie zu finden. Ein paar tausend Jahre vergehen. Auf der Erde wird ein Artefakt gefunden, in dem sich der Schlüssel befindet. Er sendet ein Signal aus, das auch die Autobots wahrnehmen. Optimus Prime erkennt, dass sie mit Hilfe des Transwarp-Schlüssels nach Hause zurückkehren könnten.
Doch Scourge ist auch hinter dem Schlüssel her. Um ihm eine Nasenlänge voraus zu sein, brauchen die Autobots die Hilfe zweier Menschen.
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https://cinepreview.de/index.php/item/883-transformers-aufstieg-der-bestien-kinostart-08-06-2023#sigProId2b77461159
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Der chronologisch zweite Film
Eine Weile hieß es, der neue Film wäre ein Reboot und würde die „Transformers“-Saga neu starten. Jetzt kann man vermelden: Das ist nicht so. Der Film spielt vor den Michael-Bay-Werken, aber nach „Bumblebee“. Auf den wird in einer Textzeile auch kurz Bezug genommen. Davon abgesehen gilt aber natürlich: Der Film kann ganz und gar für sich stehend gesehen werden. Wäre man fies, könnte man auch sagen, dass Vorwissen bei den „Transformers“-Filmen eh nicht nötig ist, da es immer nur um das Gekloppe unter den Robotern geht.
Davon gibt es auch hier jede Menge. Wie nicht anders zu erwarten, sind das toll getrickste Sequenzen. Aber die starken Effekte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass manches keinen Sinn ergibt - etwa Unicrons Schiff (oder was auch immer es sein soll), das vor dem großen Finale aus dem Inneren der Erde hervorbricht. Offenkundig hat man sich für eine coole Optik entschieden und dafür jedwede Logik geopfert.
Die Action wiederum sieht schon gut aus, und da die Maximals wie Tiere gestaltet sind, ist es diesmal auch ein klein wenig leichter, die sich kloppenden Roboter im Tumult des Gefechts auseinanderzuhalten.
Eine minimale Geschichte
Es brauchte fünf Autoren für dieses Nichts an Geschichte. Gegen TRANSFORMERS: AUFSTIEG DER BESTIEN mutet jeder noch so formelhafte Superheldenfilm wie ein Werk von Shakespeareschen Ausmaß an. Hier werden einfach nur Story-Versatzstücke aneinandergeheftet, immer hoffend, dass die schönen Locations in Peru, aber auch das Effektgewitter davon ablenken, wie wenig hier eigentlich geboten ist. Erden-Rettung mal wieder, und das gegen einen austauschbaren, völlig uninteressanten Schurken, der wohl die TRANSFORMERS-Version des im MARVEL-Universum aktiven Weltenverschlingers Galactus sein soll.
Angesichts der Roboter treten die Menschen mal wieder ganz gehörig in den Hintergrund. Das heißt, eine eigentlich tolle Schauspielerin wie Dominqiue Fishback („The Last Days of Ptolemy Grey“ oder „Bienenschwarm“) ist total verschwendet. Klar, die Menschen sind schon irgendwie wichtig, aber dann auch wieder nicht. Ohne sie wäre der Film annähernd gleich erzählbar gewesen. Das war schon immer eine Schwäche der Reihe: Dass sie es nicht geschafft hat, die menschlichen Figuren interessant zu gestalten. Sie sind immer nur Funktionsträger.
Am meisten gefällt der Epilog, weil der im besten MARVEL-Stil die Tür für das große „shared universe“ von Spielzeughersteller Hasbro öffnet.
Fazit
Wer die anderen Filme der Reihe mochte, wird auch mit diesem sicherlich ganz gut unterhalten. Umgekehrt gilt das auch: Wer die anderen Filme nicht mochte, kann sich hier den Kinobesuch auf jeden Fall sparen. An Blockbustern ist in diesem Sommer ja genügend Auswahl vorhanden …
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