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Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks - Kinostart: 14.03.2019

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Nur knapp vier Jahre nach ASTERIX IM LAND DER GÖTTER gibt es ...
 
... mit ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKS den zweiten, vollständig computeranimierten Film mit den gewieften Galliern. Damals lockte der Film in Deutschland fast drei Millionen Zuschauer ins Kino – und auch europaweit lief er sehr gut, so dass ein Sequel schnell beschlossene Sache war. Für das neue Leinwandabenteuer wollte man sich aber nicht an einem bestehenden Comic-Album orientieren, sondern eine ganz eigene Geschichte entwickeln.
 
Auf der Suche
 
Wie immer turnt Miraculix in den Bäumen herum, um Misteln zu schneiden, die er für das Brauen seines Zaubertranks benötigt. Eigentlich ist er dabei behände wie ein Affe, aber diesmal stürzt der alte Druide ab und verstaucht sich das Bein. Keine große Verletzung, aber sie signalisiert Miraculix, dass er langsam zu alt wird. Das wiederum heißt, dass er einen Nachfolger benötigt, dem er das Geheimnis des Zaubertranks anvertrauen kann, um zu verhindern, dass das Rezept verloren geht. Zusammen mit Asterix und Obelix macht er sich auf die Reise quer durch Gallien, aber auch begleitet von der kleinen Vitrine, die sich einfach davongeschlichen hat. Sie sehen sich hoffnungsvolle Druiden an, die nur zu gerne bei Miraculix in die Lehre gehen würden, aber die Auswahl ist dennoch begrenzt. Dann findet Miraculix den richtigen Jüngling, aber leider auch einen, der schon von seinem bösen Widersacher Dämonix beeinflusst wird, der nun die Zeit für gekommen sieht, um selbst an das Geheimnis des Zaubertranks zu gelangen.
 
Der zehnte Film
 
Insgesamt gab es seit den 1960er Jahren bereits zehn Animationsfilme, nur zwei entstanden am Computer. Ebenfalls nur zwei haben eine originäre Geschichte. Das erste Mal passierte das 1976 mit ASTERIX EROBERT ROM, nun ist es wieder soweit. Dabei hätte es durchaus noch ein paar Alben gegeben, an denen man sich hätte orientieren können – sowohl aus der klassischen Ära, in der Rene Goscinny noch die Szenarios entwarf, als auch aus späteren Jahren und hier nicht zuletzt den neuen Geschichten, die ohne die Schöpfer von Asterix entstehen. Aber es hat etwas Erfrischendes, eine ganz neue Geschichte zu sehen, weil damit auch Kenner der Materie durchaus mit Überraschungen konfrontiert werden.
 
Die gibt es bei ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKS tatsächlich mehrmals, denn die Regisseure Alexandre Astier und Louis Clichy denken hier über den Tellerrand hinaus. Natürlich gibt es die typischen Running Gags, die man bei dieser Reihe auch erwartet, darunter das mehrmalige Versenken des Piratenschiffs, was bei einem Abenteuer, das an Land spielt, noch kurioser ist. Aber man wagt auch Neues und durchaus Unkonventionelles, was dazu beiträgt, den Film auch für hartgesottene Fans interessant zu machen – zumindest, wenn sie vor ein paar Neuerungen nicht zurückschrecken.
 
 
Miraculix und Dämonix
 
Die Computeranimation ist hervorragend und kann es problemlos mit großen Hollywood-Produktionen aufnehmen. Auch hier spielen die Macher aber mit der Form. Eine der schönsten Sequenzen des Films ist ein Rückblick darauf, wie Miraculix und Dämonix früher waren, als sie noch so etwas wie Freunde waren.
 
Das ist in grober Form von Zeichentrick gestaltet, aber eher so, als hätte man die Bleistiftzeichnungen eines Comics zum Leben erweckt. Das ist eine sehr schöne Verbeugung vor den Comics.
 
 
Fazit
 
Mit ASTERIX IM LAND DER GÖTTER kam die Reihe in der Moderne an – wenn man dies so definiert, dass klassischer Zeichentrick im Kino nicht mehr wohlgelitten ist und durch Computeranimation ersetzt wurde. Die ist zumindest genauso liebevoll wie die klassische Erzählform und wird im neuesten Werk ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKS noch weiterentwickelt.
 
Das gilt auch für die Geschichte, die sich nicht auf bereits existierendes Material beruft, sondern ganz eigene und neue Wege gehen kann. Damit einher kommen einige Überraschungen aber auch das Brechen mit Konventionen, während man sich zugleich vor der Tradition verbeugt. Das Ergebnis ist ein toller Unterhaltungsfilm für die ganze Familie.
 
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor/in: Peter Osteried
  • Regisseur: Louis Clichy
  • Drehbuch: Alexandre Astier
  • Besetzung: Milan Peschel, Charly Hübner