In den 1980er Jahren gab es diese Art Film häufig. Buddy Movies mit ...
... Humor und reichlich Action und – das vor allem – zwei ungleichen Partnern, die sich anfangs nicht riechen können, aber dann doch irgendwie zu Freunden werden, waren damals Gang und Gebe. So sehr, dass das Thema irgendwann ausgelutscht war und kaum noch genutzt wurde. Entsprechend fühlt sich „Killer’s Bodyguard“ auch recht frisch an, obwohl er das eigentlich gar nicht ist. Aber unterhaltsam ist er auf alle Fälle.
Ungleiche Kumpel
Der weißrussische Diktator Dukhovich (Gary Oldman) steht in Den Haag vor Gericht. Er soll für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezahlen, doch es gibt keine Zeugen, die gegen ihn aussagen würden. Nur ein Mann kommt in Frage: Der in Großbritannien einsitzende Auftragskiller Darius Kincaid (Samuel L. Jackson). Die Interpol-Agentin Emilia (Elodie Yung) wird beauftragt, mit einer Gruppe von Agenten dafür zu sorgen, dass der Mann sicher in den Niederlanden ankommt. Doch noch bevor sie die Stadt verlassen, geraten sie in einen Hinterhalt. Emilias ganze Truppe wird ausgelöscht, Kincaid und sie können jedoch fliehen.
Da sie innerhalb Interpols niemandem mehr trauen kann, ruft Emilia ihren Ex-Freund Brice (Ryan Reynolds) an, der einst einer der besten Bodyguards war, dann aber einen Klienten verloren hat. Sie bittet ihn, Darius sicher nach Den Haag zu bringen. Brice lässt sich darauf ein, doch sein Schützling und er können sich gar nicht riechen. Und obwohl sie von vielen Killern verfolgt werden, muss man sich wohl eher fragen, ob sie sich nicht gegenseitig umbringen werden.
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… Alles kracht, alles zischt …
Origineller als die Geschichte ist das Poster, mit dem man erstmals auf diesen Film aufmerksam machte. Es ist eine Parodie auf das Poster zu dem Kevin-Costner-Hit „Bodyguard“. Die Geschichten sind in beiden Fällen nicht gerade überragend, „Killer’s Bodyguard“ punktet aber mit mehr Action und noch viel mehr Humor.
Denn so simpel die Geschichte auch gestaltet ist, vergehen die knapp zwei Stunden Laufzeit dennoch wie im Flug. Weil die Chemie zwischen Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson großartig ist, aber auch, weil es reichlich Action gibt. Ein besonderes Highlight ist eine Verfolgungsjagd quer durch Amsterdam, aber auch ansonsten gibt es knackige Schießereien und Kämpfe - Mann gegen Mann. Gemein haben sie, dass sie mit fetzigen Popsongs unterlegt sind, die teilweise das Geschehen konterkarieren, aber darum umso passender sind.
Ein Sprüche-Fest
Dass Ryan Reynolds der Mann der flotten Sprüche ist, überrascht nicht. So kennt man ihn, so brilliert er auch hier. Dabei erinnert er bisweilen sogar an seine Paraderolle Deadpool. Besonders dann, als seine Figur von den Schurken gefangengenommen und gefoltert wird.
Aber auch Samuel L. Jackson erweist sich als sehr witzig. Reynolds und er hauen sich die Pointen um die Ohren. Zugleich gibt es auch sehr schöne Situationskomik, wenn der Auftragskiller und der Bodyguard darum wetteifern, wer nun besser ist. Das ist alles so spaßig, dass man die an sich lahme Geschichte, aber auch den Umstand, dass man den Verräter in den Reihen von Interpol schon in der ersten Sekunde seines ersten Auftritts erkennt, locker übergehen kann. „Killer’s Bodyguard“ lebt von Rasanz, Witz und Action – und das nicht unbedingt in der Reihenfolge.
Fazit
So originell wie das Poster mag der Film nicht sein, die Mixtur aus Action und Komödie ist jedoch in sich sehr stimmig und bietet zusammen mit einem durchschlagenden Soundtrack sehr schön gemachte Unterhaltung.
Das hier ist kein Film, der Preise gewinnen würde oder irgendetwas Tiefsinniges zu sagen hätte, sondern einfach nur guter, altmodischer Spaß, der so knackig daherkommt, dass man sich am Ende nur eines wünscht: ein Sequel.
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