Scary Movie - Kinostart: 04.06.2026

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Nach der Renaissance des Slasher-Films mit den letzten drei SCREAM-Filmen war es nur logisch, ...
 
... dass auch die Verarschung darauf, SCARY MOVIE, zurückkehrt.
 
Der Clou am sechsten Film (der wie der fünfte SCREAM die Nummer weglässt und damit denselben Titel wie der Originalfilm hat) ist, dass hier die Macher und die Stars des Originalfilms zurückkehren. Die Wayans-Brüder haben damals den ersten Teil zum Erfolg geführt, den zweiten gemacht und wurden dann vom Studio ersetzt. Ein Umstand, auf den sie in diesem neuen Film auch immer wieder eingehen.
 
Die Killer sind zurück
 
Der Ghostface-Killer geht wieder um. Tuesday wird angegriffen und schwer verletzt, weswegen ihre Schwester Sara zurück in die Stadt kommt – mit ihrem Freund, den jeder für den möglichen Killer hält. Zuvor macht sie noch einen Abstecher bei ihrer Mutter Cindy, die seit 15 Jahren in einem fortifizierten Haus lebt, weil sie nicht Opfer eines Ghostface-Killers werden will.
 
In Woodsville wird also wieder gemordet, Deputy Doofy ist wieder unterwegs, Shorty ist nach wie vor Schüler (und Podcaster), Ray ist immer noch schwul, tut aber so, als wäre er es nicht, und der Mann mit dem Minipimmel aus dem ersten Teil ist jetzt der Sheriff. Mit einem Transkind, bei dem er ständig die falschen Pronomen benutzt. Ein Problem, das sich recht schnell von selbst erledigt. Wie überhaupt fleißig gestorben wird und die Frage über allem steht: Wer ist der oder wer sind die Killer?
 
Nicht politisch korrekt
 
Der Film sorgte im Vorfeld schon für Furore, weil die Wayans-Brüder schnell klarmachten, dass sie sich an die politische Korrektheit, die auch in das Genre der Komödie eingezogen ist, nicht halten würden. Hier gibt es Witze auf Kosten von jedermann – seien es Republikaner, Schwarze, Weiße oder auch queere Menschen. Die Wayans-Brüder diskriminieren nicht. Jeder bekommt sein Fett weg.
 
Die Story ist an den Haaren herbeigezogen. Das könnte man auch für einige der vorherigen Filme sagen, aber da hangelte man sich dennoch mehr an einem roten Faden entlang. Der neue SCARY MOVIE ist eher eine Nummernrevue. Eine Sketchshow, bei der Filme wie MAMA, WEAPONS, SMILE, TERRIFIER und sogar K-POP DEMON HUNTERS persifliert werden. Das ist mal mehr, mal weniger gelungen. Soll heißen: Bei weitem nicht jeder Gag zündet. Vielleicht jeder zweite, vielleicht sogar noch weniger. Aber die, die funktionieren, die sind wirklich Schenkelklopfer.
 
Dabei sind es nicht nur oberflächliche Gags. Sehr schön ist beispielsweise der Final-Destination-Ride, bei dem sich bildtechnisch alles im Hintergrund abspielt.
 
Sich selbst zitiert
 
Der Film orientiert sich vor allem am vierten und fünften Film der SCREAM-Reihe. Darüber hinaus zitiert sich SCARY MOVIE auch selbst. Die Whassup-Szene darf nicht fehlen, auch andere Szenen spielen direkt auf den Originalfilm an. Vor allem aber ist es hier wie bei den Legacy-Sequels anderer Horrorreihen: Es macht Laune, die bekannten Schauspieler in ihren angestammten Rollen wiederzusehen, auch wenn manches davon weit übers Ziel hinausschießt. Die Kirchenszene ist da ein gutes Beispiel, denn der Schwulenhumor wirkt weniger politisch inkorrekt als vielmehr total cringe.
 
Kurzweilig ist SCARY MOVIE aber allemal. Es gibt so viele Gags, dass nicht jeder zünden muss, und wie früher gilt: Hochgeistig ist hier nichts. Kacka-Humor könnte man sagen – und das in manchen Szenen sogar buchstäblich.
 
Besonders amüsant ist aber die Metaebene, wenn die Wayans, aber auch einige Schauspieler darüber reden, wie sie früher ausgebootet wurden oder was sie an Kohle bekommen haben. Am Ende zeigt SCARY MOVIE dann auch den Legacy-Filmen den Fuckfinger, denn während dort versucht wird, neue Figuren für Sequels zu etablieren, setzen die Wayans ganz und gar auf die Originale – inklusive der Frage: „Was wäre SCREAM ohne Neve Campbell?“ Die Antwort: „Scream 6.“
 
 
Fazit
 
Während des Nachspanns gibt es noch ein paar Sequenzen zu sehen, darunter einen Trailer für „Brosferatu“. Also nicht gleich beim Einsetzen des Abspanns aus dem Kino laufen, denn während des Abspanns wird vor allem LONGLEGS auf die Schippe genommen.
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor:in: Peter Osteried
  • Regie: Michael Tiddes
  • Drehbuch: Rick Alvarez
  • Besetzung: Marlon Wayans, Regina Hall