Schon dreimal wurden die Bücher von Jeff Kinney filmisch umgesetzt, zuletzt im Jahr 2012.
Da die Kinderdarsteller natürlich auch älter werden, war es nun notwendig, neu zu besetzen, weswegen man nicht nur Greg und Roderick, sondern auch gleich noch ihre Eltern runderneut hat. Alicia Silverstone und Tom Everett Scott sind die Eltern, während Jason Drucker und Charlie Wright das ungleiche Brüderpaar darstellen.
Hit the Road, Greg
Greg ist ein kleines Malheur passiert, weswegen ein er zum Star eines viralen Videos wird. Aber wer möchte schon gerne als „Windelhand“ bekannt sein? Darum muss er auch unbedingt etwas tun, um gegenzusteuern. Sein Plan sieht daher vor, mit einem YouTube-Star ein gemeinsames Video zu machen.
Aber dazu muss er zur Player Expo in Indiana. Da trifft es sich gut, dass seine Familie ohnehin einen Roadtrip nach Indianapolis vorhat, weil die Großmutter ihren 90. Geburtstag feiert und Gregs Mutter gerne dort sein möchte. Und immerhin ist das nur etwa fünf Zentimeter auf der Landkarte entfernt!
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Der Road Trip verläuft aber nicht so, wie sich das alle vorgestellt haben. Denn Gregs Mutter will, dass niemand Handys benutzt. Alles soll Old School sein, aber das ist reichlich langweilig. Und sorgt für allerhand Zwischenfälle, die diesen Roadtrip unvergesslich machen. Amüsanter Neustart Die vorherigen Filme muss man nicht gesehen haben, um mitten in „Gregs Tagebuch – Böse Falle“ einzusteigen. Die Geschichte ist locker erzählt, wenn auch episodisch. Das mag sich durch den Roadtrip ergeben, ist aber auch kein Malus, da die kleinen Abenteuer dabei hilfreich sind, die Geschichte im Ganzen flott voranzubringen.
Hübsch gelöst ist dabei der Generationenkonflikt, weil die Mutter gerne einen Familienausflug wie früher haben will, die Kids aber natürlich im digitalen Zeitalter angekommen sind. Damit einher geht eine nette Botschaft für beide Seiten. Einander etwas besser zu verstehen und sich für die Interessen des anderen auch zu interessieren.
Dazu kommt noch, dass sich die Geschichte auch damit auseinandersetzt, was passieren kann, wenn man der Star eines peinlichen Videos wird. Das wird hier auf amüsante und lockere Art dargeboten, ohne ins Dramatische und Ernste abzusinken, schärft aber dennoch das Bewusstsein dafür, dass das, was Beistehende lustig finden mögen, für den „Star“ verheerend sein kann.
Hitchcock lässt grüßen
Natürlich ist „Gregs Tagebuch – Böse Falle“ auf ein junges Publikum gerichtet, das auch die Romane liest, aber der Film ist gut genug, um auch ältere Zuschauer gut zu unterhalten. Das liegt auch daran, dass er vor filmischen Zitaten nicht zurückschreckt. So gibt es eine wundervoll witzige Szene, die an den Duschmord in Alfred Hitchcocks „Psycho“ angelegt ist. Die Zielgruppe des Films wird das kaum erkennen, es ist aber definitiv ein Bonmot. Und das noch umso mehr, weil Regisseur und Co-Autor David Bowers auch noch „Die Vögel“ zitiert, wenn auch hier weniger mit direkten Montagen, die aus Hitchcocks Klassiker übernommen wären.
Darüber hinaus gibt es noch reichlich Humor und Gags, der sich aus den unterschiedlichsten, manchmal sogar abstrusen Situationen ergibt. „Gegs Tagebuch – Böse Falle“ ist flott erzählt. Unnötiges Fett gibt es nicht, so dass das Amüsement fast pausenlos stattfinden kann.
Fazit
Der vierte Film zur Buchreihe ist ein guter Neuanfang, der mit seiner episodischen Geschichte ein kleines Feuerwerk an Gags abfackelt und zudem auch die älteren Zuschauer nicht vergisst, indem es einige Hommagen an große Filmklassiker gibt.
„Gregs Tagebuch – Böse Falle“ ist ein idealer Familienfilm, nachdem eigentlich Groß und Klein Lust drauf haben sollten, sich auch auf einen Roadtrip zu begeben – mit hoffentlich weniger chaotischem Ausgang.
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