Liebesdings - Kinostart: 07.07.2022

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Publikumsliebling Elyas M´Barek darf in einer erfrischenden Geschichte ...
 
mit viel Witz und Charme glänzen. Inszeniert von Anika Decker, sowie an der Seite eines hochkarätigen Casts. Was soll dabei also schief gehen?
 
Ein Superstar mit Selbstzweifel?!
 
Außerdem scheint es so, als ob M´Barek sich diesmal sogar selbst spielen darf. Denn als Marvin hat er es im Film zum umschwärmten Leinwand-Teenie-Schwarm geschafft.
 
Muss allerdings auch mit den Schattenseiten und den Problemen klarkommen, die ein Leben im Rampenlicht mit sich bringt. Lernt aber zum Glück zufällig Frieda (Lucie Heinze) kennen und lieben, welche mit einer schrägen diversen Truppe ein defizitäres Theater betreibt. Wäre da nicht Klatsch-Reporterin Bettina Bamberger (Alexandra Maria Lara), die mit prominenten Menschen kein Erbarmen kennt.
 
Und dafür sorgt, dass Marvins Karriere schon bald in eine Schieflage gerät. Was womöglich wiederum das Aus für sein soeben erworbenes privates Liebesglück bedeuten könnte.
 
Solides Handwerk …
 
Regisseurin Anika Decker hat bereits in der Vergangenheit mit Filmen wie TRAUMFRAUEN (2015) und HIGH SOCIETY (2017) bewiesen, dass sie nicht nur als Autorin, sondern ebenfalls als Regisseurin eine Begabung hat. Was dabei besonders positiv auffällt ist, dass sie niemals zu dick aufträgt. Zwar sind Schenkelklopfer-Humor und Kraftausdrücken ein fester Bestandteil des Films, aber alles im Rahmen und nie zu sehr übertrieben.
 
Bei den humorvollen Dialogen stimmt zudem fast immer das Timing der Pointen. Auch dramaturgisch ist der Film perfekt inszeniert. Langeweile und Längen kommen so gut wie gar nicht vor. Kein Wunder, denn vor ihren eigenen Projekten hat sie einige erfolgreiche Filme gemeinsam mit Til Schweiger, sowie Matthias Schweighöfer realisiert. Und im Zuge dieser Zusammenarbeit für KEINOHRHASEN (2007), ZWEIOHRKÜKEN (2009) und RUBBELDIEKATZ (2011) die Drehbücher verfasst.
 
 
 
Bringt also viel Erfahrung mit, wie man Stoffe erfolgreich generiert und sehr unterhaltsam umsetzt. Etwas, dass ihr bei LIEBESDINGS erneut perfekt gelungen ist. Denn dabei serviert sie uns nicht nur eine erfrischende und größtenteils klischeebefreite Liebesgeschichte, sondern gewährt uns ebenfalls einen äußerst amüsanten Einblick in das Arbeitsumfeld eines Prominenten.
 
Spieglein, Spieglein an der Wand …
 
In dessen turbulenten Alltag mit Selfie-Jägern, nervigen Fans, Presse- und Roten Teppich - Terminen, aber auch die Schattenseiten dieses Berufs. Alles herrlich persifliert und ambitioniert überspitzt inszeniert. Wer in der Branche arbeitet, wird allerdings dennoch sofort feststellen, dass das Gezeigte von der Realität gar nicht so weit entfernt ist.
 
Freuen darf man sich dabei auf eine hochkarätige Besetzung, der unter anderem Lucie Heinze, Peri Baumeister, Alexandra Maria Lara, Denis Moschitto, Maren Kroymann, Jochen Schropp, Lucas Reiber, Anna Thalbach, Rick Kavanian, Linda Pöppel, sowie Michael Ostrowski angehören.
 
 
Ein ganz besonderes Highlight des Films ist jedoch Alexandra Maria Lara als Klatschreporterin Bettina Bamberger. Mit bissigem Wortwitz spielt sie das perfekte Abbild einer waschechten, skrupellosen Vertreterin dieses Berufsstands. Besser hätte Anika Decker eine solche Persönlichkeit nicht inszenieren können.
 
Ebenso wie die Figur der persönlichen Presseagentin von Marvin, welche augenzwinkernd von Peri Baumeister verkörpert wird. Auch hier scheint viel aus realen Erfahrungen mit ähnlichen Presseleuten eingeflossen zu sein. Aber auch bei Zelda, einer Figur aus Frieda´s Umfeld, die von Maren Kroymann verkörpert wird, erwarten uns einige Deja Vu – Erlebnisse.
 
Und natürlich kommen die Fans von Elyas M´Barek wieder voll auf ihre Kosten. Der FACK JU GÖTHE - Star liefert genau das ab, was die Zuschauer, allen voran die Teenis, bei einem Film mit ihm erwarten.
 
Ansonsten dürfen wir uns noch auf einen herrlich witzigen Rick Kavanian als Fitness – Guru Rainer und Möchtegern-Promi, sowie einige Gastauftritte, wie zb. von Steven Gätjen, freuen.
 
 
Fazit
 
Anika Decker ist mit LIEBESDINGS eine erfrischend leichte Sommerkomödie gelungen, die für kurzweilige, gute Unterhaltung sorgt. Mit hochkarätiger Besetzung ohne Fremdschäm-Momente. Wer demnächst einen Kinobesuch plant und dabei eine launige, sowie gut gemachte Komödie sehen möchte, dem kann dieser Film absolut empfohlen werden.
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor:in: Max Wrede
  • Regie: Anika Decker
  • Drehbuch: Anika Decker
  • Besetzung: Elyas M’Barek, Lucie Heinze