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Shaun das Schaf: Ufo-Alarm - Kinostart: 26.09.2019

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Fernseh- und Kinoheld Shaun das Schaf ist zurück, um auf ...
 
... dem Hof für allerhand Tohuwabohu zu sorgen, aber diesmal ist alles anders. Denn Besuch aus dem Weltall hat sich angekündigt – und das Nach-Hause-Telefonieren erweist sich als schwierig.
 
Besuch aus dem All
 
Das britische Produktionsstudio Aardman, das seit Jahrzehnten mit liebevoll gestalteten Stop-Motion-Filmen, bei denen Knetfiguren per Hand bewegt und Einzelbild für Einzelbild aufgenommen werden, im Kino erfolgreich ist, legt nun mit „Shaun das Schaf: Der Film – Ufo-Alarm“ erstmals ein filmlanges Sequel vor. Dazu bietet sich auch keine Figur mehr an als Shaun, hat das clevere Schaf doch schon im Fernsehen allerhand unterschiedliche Abenteuer erlebt. Für den zweiten Kinofilm hat man sich nun aber etwas Besonderes ausgedacht: den Besuch von Außerirdischen.
 
Das Grundgerüst der Geschichte ist dabei bekannt. Man zitiert nicht nur Steven Spielbergs „E.T. – Der Außerirdische“ mit einer verspielten Verbeugung vor dessen berühmter Fahrrad-vor-dem-Mond-Szene, sondern erzählt im Grunde eine sehr ähnliche Geschichte. Der Außerirdische landet irgendwo im Wald, verirrt sich und gerät auf die Farm, auf der Shaun und die anderen Schafe leben. Das Kennenlernen ist kurz und knackig, zumal die Schafe den Außerirdischen auch vor dem Hütehund Bitzer verstecken wollen. Aber der Außerirdische will nach Hause, weswegen Shaun beschließt, ihn zu seinem Raumschiff zu bringen.
 
Reichlich Slapstick
 
Das ist eine sehr klar strukturierte Geschichte, die dadurch belebt wird, dass es natürlich allerhand Hindernisse zu überwinden gibt, bei denen eines immer gegeben ist: Der typische Aardman-Humor mit allerhand absurden, fast schon abstrusen Slapstickeinlagen kommt auch hier zur Geltung. Der Film punktet durch seinen überdrehten Humor, der durch die liebevoll gestalteten und animierten Figuren noch überwältigender wird. Bisweilen wirkt das alles ein wenig episodisch, unterhaltsam ist „Shaun das Schaf: Der Film – Ufo-Alarm“ aber über die gesamte Laufzeit.
 
Der Film funktioniert für jede Altersgruppe. Er ist umso zugänglicher, weil er auf verständliche Dialoge verzichtet und seine Geschichte so erzählt, dass die Handlung selbst, aber auch die Mimik der Figuren mehr aussagt, als es jeder Dialog könnte. Der Humor ist zudem breit aufgestellt, geht voll in die Slapstick-Richtung, bietet aber auch reichlich Gags, die nicht auf de ersten Blick erkennbar sind.
 
 
Popkulturelle Zitate
 
Bei einer Geschichte mit einem Außerirdischen und einem Ufo bietet es sich natürlich an, Zitate auf große Science-Fiction-Stoffe querbeet zu positionieren. Auch hier gibt es reichlich davon, das können akustische sein wie das Pfeifen der „Akte X“-Melodie oder der Einsatz klassischer Musik, die man mit Stanley Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ verbindet, aber auch sehr spezifische wie der vierte „Doctor Who“, der aus einer – natürlich blauen – mobilen Toilette heraustritt. Darüber hinaus hat man in den Hintergründen Gags versteckt, so etwa das Schild der Firma „H.G. Wheels“, das zu Beginn zu sehen ist, als der Außerirdische im Wald landet.
 
All diese Zitate muss man nicht erkennen, um bei diesem neuen Abenteuer mit dem Farmer und seinen Schafen seinen Spaß zu haben, für Science-Fiction-Fans stellt dies aber einen zusätzlichen Reiz dar. Amüsant ist das Ganze aber wirklich für jeden, weil dieser Film wie die besten Aardman-Produktionen nicht nur auf Kinder abzielt, sondern jedem etwas bietet.
 
 
Fazit
 
Bei Aardman-Produktionen können sich immer Zuschauer jeder Altersgruppe vergnügen. Das gilt auch und besonders, weil die Welt von „Shaun das Schaf“ so unheimlich liebevoll und heimelig ist.
 
Der Charme des Handgemachten tut ein Übriges, um den Film von der Vielzahl computeranimierter Produktionen abzuheben. Aardman zelebriert eine Technik, die fast so alt wie das Kino selbst ist. Das macht jede Aarman-Produktion zu etwas Besonderem – für Filmfans, die tief in die Materie eintauchen, aber auch für Zuschauer, die einfach nur einen vergnüglichen Kinobesuch erleben wollen.
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor/in: Peter Osteried
  • Regisseur: Will Becher
  • Drehbuch: Mark Burton
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