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King Arthur

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Die Geschichte von König Arthur und der Tafelrunde ist schon häufig erzählt worden.
 
Entsprechend gut ist es, dass Guy Ritchie bei seinem Film einiges an Variation einbringt. Er erzählt im Grunde die Ursprungsgeschichte von Arthur, gerade so, als wäre er ein Superheld. Was irgendwie auch ganz passend ist, da er mit Excalibur eine Macht in Händen hält, die über das Normalmenschliche hinausgeht. Dieser Film soll der Auftakt einer sechsteiligen Reihe sein, mit der Ritchie den Mythos von Camelot praktisch neu erfinden will. Rein technisch ist ihm das schon mit dem ersten Teil gelungen.
 
Arthurs Ursprungsgeschichte
 
Uther Pendragon (Eric Bana) verteidigt Camelot gegen den Magier Mordred, der mit seinen Horden über das Land herfallen will. Mit Excalibur in der Hand kann er das Unheil abwenden, aber während er der Gefahr von außen Herr geworden ist, hat er nicht gemerkt, dass ihm von innen Ungemach droht. Denn sein Bruder Vortigern (Jude Law), der in der Magie unterrichtet wurde, giert nach der Macht und will die Krone seines Bruders. Es kommt zum Hinterhalt, aber Vortigern gelingt es nicht, auch Uthers Nachkommen Arthur (Charlie Hunnam) zu töten. Das Kind kann entkommen und wächst in einem Hurenhaus auf.
 
Die Jahre vergehen und Arthur wird zum Mann. Er hat eigene Pläne, er will reich werden, und er hat die richtigen Freunde, um das auch durchzuziehen. Doch als das Meer das Stein im Schwert freigibt, zwingt der König alle Männer, zu versuchen, es herauszufinden, um so Uthers Erben zu entlarven. Nun muss sich Arthur fragen, ob er sich seinem Schicksal beugen will.
 
Ein typischer Ritchie-Film
 
Guy Ritchie ist einer jener Regisseure, die eine ganz eigene, sofort erkennbare Bildsprache haben. Ritchie setzt auf extrem schnelle Montagen. Die gibt es auch hier mehrmals, wobei er sie mit Daniel Pembertons gewaltigem Score und einem fast schon trockenen Kommentar von Arthur versieht. Das Ergebnis ist in seiner Rasanz nicht zu toppen. So pulsbeschleunigend ist Actionkino nur selten!
 
 
Schon der Anfang ist atemberaubend, als der böse Magier mit Monstren angreift, gegen die die Olyphanten aus „Der Herr der Ringe“ wie Kleinvieh aussehen. Das ist ein Einstieg, der sofort klarmacht, was Ritchie mit „King Arthur: Legend of the Sword“ bieten will: eine Action-Extravaganz, die es problemlos mit den Superhelden, die das Kino dominieren, aufnehmen kann.
 
Es ist ein Fantasy-Spektakel, das hier präsentiert wird. Spannend, dramatisch, mit großartigen Effekten, einer bombastischen Musik und sogar etwas Humor. Der Film spielt in einer Welt weit abseits unserer Realität. Das befreit ihn aber auch, so dass buchstäblich alles möglich ist – bis hin zu einem Kriegerdämon, der auf angenehme Art und Weise an Frank Frazettas Gemälde des Death Dealers erinnert.
 
Irrsinnig schnell
 
„King Arthur: Legend of the Sword“ ist ein immens schneller Film, der auch bei der Action irrsinniges Tempo aufnimmt – nur um das dann mit Zeitlupenmomenten zu konterkarieren. Das alles gestaltet Ritchie in 3-D, was bei geringeren Filmemachern verwirrend und schwindelkeitserregend geworden wäre. Er holt aus der Technik aber tatsächlich etwas heraus und hat nicht nur ein tiefenwirksames, plastisches Bild zu bieten, sondern vergisst den Vordergrund auch nicht.
 
Die Technik ist makellos, die Geschichte selbst gibt sich aber auch keine Blöße. Weil man sich hier eigentlich noch zurückhält. Die Geschichte vom Heiligen Gral gibt es hier nicht. Wie auch, ist die Tafelrunde doch noch gar nicht gegründet. Der Film steht ganz und gar für sich, er ist zugleich aber auch ein Fundament. Auf dem lässt sich aufbauen und so eine große Saga erschaffen.
 
 
Fazit
 
„King Arthur: Legend of the Sword“ kann man schon jetzt als eines der Highlights des Blockbuster-Kinojahres bezeichnen. Der Film ist edel besetzt, aber meisten überzeugt jedoch Charlie Hunnam, der zuletzt auch in „Die verschwundene Stadt Z“ zu sehen war und hier sogar die fast gleiche Frisur trägt.
 
Als Schauspieler ist er aber immens gereift. Und das Alter, das sich ins Gesicht schleicht, hat ihm gutgetan. Er trägt diesen Film, der formal und inhaltlich ein mitreißendes Spektakel ist.
 
 
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Weitere Informationen

  • Kritik-Autor/in: Peter Osteried
  • Regisseur: Guy Ritchie
  • Drehbuch: Joby Harold
  • Stars: Charlie Hunnam, Jude Law
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